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Hallo Kollegen,
die vergangenen Wochen waren ereignisreich. Ich bitte, das
verspätete Erscheinen dieses Bulletins zu entschuldigen, aber in
den vergangenen Wochen hatte ich einen Sack voll Arbeit zu
erledigen.
Anfang Oktober, genauer gesagt, am 09. Oktober fand in Hamburg der German Bowl XXI statt. Die Kollegen, die dort eingesetzt waren, haben ihre Aufgabe erfolgreich erfüllt.
Die Crew setzte sich wie folgt zusammen:
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Referee |
Lars Bernstein |
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Umpire |
Piotr Weisner |
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Linesman |
Marcel Tschurer |
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Linejudge |
Peter Fischer |
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Backjudge |
Rolf Stammler |
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Fieldjudge |
Thomas Plendl |
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Sidejudge |
Thomas Meyer |
Ich war mit der Leistung der Crew sehr zufrieden. Wenn auch die Vorbereitung, bis auf einige Ausnahmen, nicht ganz das war, was ich mir vorgestellt hatte.
Der große Vorteil dieser Crew war, dass die Kollegen in der abgelaufenen Saison auf ihren Positionen genug Erfahrung sammeln konnten. Diese Erfahrungen zahlten sich im Endspiel aus. Schade nur, dass sie um einen Punkt die Verlängerung verpaßt haben.
Es gab kaum einen Grund zur Beanstandung. Zumindest nicht aus meiner Sicht.
Das scheinen aber einige andere Kollegen nicht so gesehen zu haben.
Da gab es den einen oder anderen, der von der Tribüne aus gesehen hat, wie die Offense Spieler ihre Gegner festgehalten haben, ohne dass das von Referee oder Umpire geahndet wurde.
Na Bravo !!!
Das müssen wir uns während der Saison von "zig" Coaches
und Spielern sagen lassen. Denen jeweils zu erklären, wo der
Point of Attack ist, hängt sicher schon vielen zum Halse
raus.
Das aber nun auch noch Kollegen in die gleiche Kerbe schlagen, finde
ich äußerst befremdend.
Wie einfach ist es doch, sich ruhig im (wenn auch unbequemen) Sessel
auf der Tribüne zu räkeln, ein Bier in der Hand zu halten
und dann die Kollegen zu kritisieren.
Spricht da eventuell der Neid, nicht ausgewählt worden zu
sein???
Und dann die Sache mit der "einen Sekunde".
Neun Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit hat Braunschweig den Ball. Beim Snap befindet sich der rechte Defense End Offside. Der QB nimmt den Snap an und versucht in seiner unnachahmlichen Art den Defendern auszuweichen. Er wird jedoch weit hinter der neutralen Zone im Spielfeld zu Boden gebracht. Als die Kollegen die Uhr anhalten, um die Strafe durchzuführen, verbleibt noch eine Sekunde Spielzeit in der Halbzeit. Braunschweig nimmt die Strafe an. Der QB verlangt vom Referee, dass die während des Down abgelaufene Zeit wieder auf die Uhr zurückgegeben wird. Der Referee lehnt dieses Verlangen ab und gibt dem QB an, dass die Uhr mit dem "Pfiff" startet. Offensichtlich versteht der QB das nicht und während der Referee die Strafe anzeigt und der Umpire sie durchführt, verständigt sich der QB mit seinem Head Coach. Der Referee gibt den Ball frei und weil eine Sekunde nun mal nicht lange dauert, pfeift der Backjudge bald ab. Als der Referee den Ball zum Zeichen des Ende der Halbzeit hochhebt, ist nicht nur der QB sehr ungehalten. Auch der Coach stürmt auf das Feld und hängt dem Referee am Ohr.
Ich gebe ja gerne zu, dass nicht jeder die Regeln bezüglich des Startens der Uhr kennt und mache den Spielern und Coaches keine Vorwürfe, dass sie verständnislos reagierten. Selbst ein bekannter deutscher Coach aus einer Liga mit vier Buchstaben kam wohl mit Profiregeln und deutschen Regeln durcheinander und zeigte kein Verständnis für die Aktion der Schiedsrichter in dieser Situation, bis ich ihn entsprechend aufklärte.
Das aber Kollegen meinten, es wäre ein Fehler gemacht worden, stimmt mich schon traurig. Vor allem, weil es sich bei diesen Kollegen um A-Schiedsrichter handelt. Die sollten die Regeln doch eigentlich kennen.
Ich gratuliere den Kollegen zu dieser Leistung. Sie haben die Ruhe bewahrt, obwohl das vor der Rekordkulisse von 30.400 Zuschauern, mit der entsprechenden Lärmkulisse sicher nicht einfach war.
Ich will nicht verhehlen, dass natürlich Fehler gemacht wurden. Niemand ist ohne Fehler. Aber diese Fehler hatten keinen Einfluß auf das Spiel und die Schiedsrichter fielen nicht negativ auf.
Da ich zuvor bereits die A-Schiedsrichter erwähnt habe, bin ich beim zweiten Thema.
Am letzten Oktoberwochenende fand in Gießen der
diesjährige A-Lizenzlehrgang statt.
An diesem nahmen 29 Kollegen teil.
Leider erreichten nur sechs die erforderliche Punktzahl und erlangten
die A-Lizenz.
Und zum erstenmal erreichten zwei Kollegen weniger als 45% der
erforderlichen Punkte und müssen zum Erhalt ihrer Lizenz an
einem B-Lehrgang teilnehmen.
Das ist das schlechteste Ergebnis einer A-Lizenzprüfung seit
1991.
Es muß nun analysiert werden, wo die Gründe für das
schlechte Abschneiden lagen, damit sich dieses Ergebnis nicht
wiederholt.
Ein positives Erlebnis gibt es jedoch auch zu erwähnen und das
war gemeinsame Essen von fast allen Teilnehmern am Samstag abend. Das
fand in einer Burg statt und die Kollegen hatten viel Spaß
miteinander.
Die Fragen zur A-Lizenz, den Vortest zur A-Lizenz und den 100-Fragentest werde ich in den nächsten Tagen ins Netz stellen. Wer an diesen Fragen interessiert ist, sollte in den nächsten Tagen mal auf die neue Homepage der AFSVD (www.afsvd.de) schauen.
Das dritte Highlight in diesen Wochen war das
Jugendländerturnier in Berlin vom 5.-7.11.1999.
Ich möchte auf diesem Wege noch einmal den Kollegen danken, die
sich zur Verfügung gestellt und die Spiele geleitet haben.
Es war ein langer Samstag (09.00 - 22.00 Uhr) für alle. Und es
bleib keine Zeit, sich in unserer Bundeshauptstadt umzuschauen. Nach
dem gemeinsamen Essen fielen den meisten die Augen beinahe zu und man
verkroch sich schnell ins Bett.
Positiv hervorzuheben war die gemeinsame Unterbringung (bis auf die
Berliner Kollegen) in einem Hotel und die relative Nähe zu den
beiden Spielorten.
Ich hatte eine Menge Spaß dabei und hoffe, dass auch im
nächsten Jahr sich wieder Kollegen für das Turnier zur
Verfügung stellen.
Das neue deutsche Regelwerk ist nun erschienen und kann bei Peter
Springwald bestellt werden.
Offensichtlich werden wir es nie schaffen, ein perfektes Regelwerk zu
schaffen, weil immer wieder Fehler entdeckt werden.
Daher hier die ersten Hinweise:
Seite 67, Regel 4-1-2b-1:
... und der Ball sich im Besitz eines Spielers befindet, kann das
Team in Ballbesitz wählen, den Ball an der Stelle ins Spiel
bringen, wo er für dead erklärt wurde oder den Down vom
Previous Spot zu wiederholen.
Seite 119, Regel 10-2-3-Ausnahme 2:
Defense Passbehinderung beim Try wenn der Ball außerhalb der 3-Meterlinie gesnapt wird.
Sollte jemand weitere Fehler finden, bitte ich um eine kleine Nachricht.
Soweit für diesen Monat.
Beachtet bitte meine neue Emailadresse ( Laemmerhirt@afsvd.de).
Bis dann