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AMERICAN FOOTBALL SCHIEDSRICHTERVEREINIGUNG DEUTSCHLAND - Schiedsrichterlehrwart - Hans Lämmerhirt - Rathelbeckstr. 264
- 40627 Düsseldorf |
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Hallo Kollegen !!!
Von einem unserer unermüdlichen Sucher wurde in einem der
Diskussionsforen unserer amerikanischen Kollegen ein Artikel
bezüglich Passbehinderung gefunden. Diesen Artikel habe ich
übersetzt und möchte ihn Euch hier in diesem Monat
präsentieren. Ich hoffe, Ihr könnt etwas damit
anfangen.
Es gibt zwei Anzeichen, die einen Spieler in Bezug auf eine Passbehinderung verdächtig machen:
"NASS machen" - wenn ein Spieler bei einer Bewegung “nass" gemacht wurde und dann wieder aufholen muss. Beispielsweise wenn ein Receiver einen Haken (Hook Pattern) schlägt, der Defender bei dem Haken stehen geblieben ist, kommt es häufig vor, dass er seinen Fehler wieder gut machen will, in dem er das Trikot des Receivers ergreift, wenn dieser an ihm vorbei läuft. Dieses Greifen kann sich zu einer Passbehinderung entwickeln.
Verfolgen - wenn ein Spieler einen Gegner verfolgt, entweder mit Absicht oder weil dieser ihn überlaufen hat, besteht eine Tendenz zur Passbehinderung.
Arm Bar - ein Arm quer zum Körper des Gegners hindert diesen daran, sich in eine Richtung zu bewegen. Das bloße Ausstrecken des Armes durch den Verursacher reicht allerdings nicht aus. Er muss den Gegner in seiner Bewegung einschränken.
Halten - kurzfristiges Ergreifen eines Gegners, speziell einen Arm, durch das der Receiver davon abgehalten wird, einen Pass zu erreichen. Klassisch ist das Ergreifen oder Herunterdrücken eines Armes, damit der Receiver nicht nach oben greifen kann, um einen Pass zu fangen.
Nicht den Ball spielen - der Spieler macht keinen Versuch, den Pass zu erreichen (gewöhnlich schaut er dabei nicht nach dem Ball) und berührt einen Gegner gewöhnlich mit dem eigenen Körper gegen den Körper des Gegners) und schränkt diesen dadurch in seiner Bewegungsfreiheit ein oder wirft ihn aus der Bahn, wenn dieser auf dem Weg zum Ball ist.
Durch den Rücken spielen - auch wenn der Versuch gemacht wird, den Pass zu berühren, wird ein Gegner im Rücken berührt, wodurch dieser in seiner Fähigkeit eingeschränkt wird, einen Pass zu berühren.
Einhaken und drehen - es wird ein Arm um die Hüfte oder die Schultern gehakt und der Gegner gedreht, wodurch dieser in seiner Fähigkeit eingeschränkt wird, einen Pass zu berühren. Ein Arm um den Körper ist nicht ausreichend; das Drehen muss dazu kommen.
Weg abschneiden - auch wenn ein Spieler zum Ball schaut, er darf sich nicht einem Gegner in den Weg stellen, um zu verhindern, dass sich dieser auf den Ball zu bewegt.
Das bloße Winken vor dem Gesicht eines Gegner ist keine Passbehinderung. Es muss ein Kontakt vorhanden sein. Aber Kontakt alleine stellt noch keine Passbehinderung dar. Es muss sich um eine "wirkliche" Beeinträchtigung handeln.
Zwei Spieler, die gleichzeitig den Versuch machen, einen Pass zu erreichen, könnten mit ihren Armen nach dem Ball schlagen und dabei einen Gegner treffen - kein Foul.
Passbehinderung ereignet sich zumeist von der Taille aus aufwärts. Spieler, die seitlich nebeneinander laufen und sich mit den Beinen verhaken, begehen kein Foul, wenn keine deutliche Behinderungsabsicht zu erkennen ist.
So, das war's für diesen Monat.
P. S.:
Für Fragen, Kritiken und / oder Anregungen habe ich immer ein
offenes Ohr, bzw. einen offenen Mailordner.
Bis dann